7. Tag: Mit der Metro in die City

Heute fuhr ich in die Stadt, mit der Metro. Zuerst ein Stück mit dem Bus. Man benötigt eine so genannte Myki-Karte, die man an Bahnhöfen aufladen kann. Tickets am Schalter oder in Bus oder Metro gibt es nicht.

Die Gegend war vertraut, besonders schön ist die Aussicht nicht; nach ca. einer halben Stunde ist man zentral in der City, an Flinders Street Station.
In der Innenstadt von Melbourne ist die Strassenbahn kostenfrei, voll waren die Bahnen zumindest heute nicht

Mit der Linie 35 der Strassenbahn wollte ich zu Docklands fahren. Die Linie 35 ist eine Circle-Linie und wird mit historischen Strassenbahnen betrieben. An der Haltestelle Parlament kam der Fahrer in den Fahrgastraum und rief, dass er nun 30 Minuten Pause mache. Da bin ich wieder ausgestiegen …

Zuvor war ich in China-Town. Der in meiner Erinnerung sehr belebte kleine Stadtteil wirkte fast wie ausgestorben.
Einen interessanten Bericht fand ich auf der Seite: Deutsche in Melbourne.
Ich zitiere: „Fast 700.000 Menschen, das entspricht 3,3 Prozent der australischen Bevölkerung, definieren sich selbst als sogenannte „Chinese Australians“. Die Entdeckung von Gold im Jahr 1851 lockte Chinesen im großen Maßstab nach Victoria und später nach New South Wales. Die meisten Neuankömmlinge stammten aus verarmten Gebieten im südlichen China. Angetrieben von ökologischen, wirtschaftlichen und politischen Schwierigkeiten zu Hause, versuchten sie mit der Arbeit im Bergbau ihre Schulden zu begleichen. Von Hong Kong aus segelten Schiffe nach Australien. An Bord: Tausende von Männern, die im fremden Land ihr Glück finden wollten.

1855 eröffnete die erste chinesische Pension in der Celestrial Avenue Ecke Little Bourke Street. Es ist der Grundstein für das heutige Chinatown und macht es zum ältesten in Australien. Die Area wurde schnell ein Platz zum Ausruhen nach der anstrengenden, rund 60 Tage andauernden Reise, bevor es auf die „gold fields“ ging. Sechs Jahre nach dem ersten Goldfund betrug die Zahl der viktorianischen Chinesen rund 42.000, mit anderen Worten rund 25 Prozent der Bergleute kam aus China. Chinatown entwickelte sich zu ihrem gesellschaftlichen, kulturellen Zentrum. Doch seit Beginn ihrer Ankunft betrachteten die weißen Siedler ihre „Konkurrenz“ mit Distanz und Skepsis und machten sie zu Opfern gewalttätiger Attacken und Brandstiftungen. Im Jahre 1901 verbot die „White Australia Policy“ die Einwanderung von Nicht-Europäern gesetzlich. Erst 1972 wurde dieses Gesetz durch ein „nicht-diskriminierendes“ ersetzt, wodurch die Immigration von China, Taiwan und Südostasien rapide zunahm“.

Das Haus mit der goldenen Kappe ist Eureka, das höchste Wohnhaus auf der südlichen Halbkugel; über 300 m hoch.

Der zentrale Bahnhof der City ist Flinders Street Station.

Neben der Station ist auf der anderen Strassenseite der Federation Square, in Kurzform Fedsquare genannt.
Ich bin da immer wieder gerne gewesen, da war „Leben“ und Unterhaltung. In diesem Jahr nicht, nur ganz wenige Menschen verliefen sich dort.
Fast mehr Touristenhelfer als Touristen.

Der aufmerksame Leser stellt fest, ich war beim Frisör. In der Elizabeth-Street. Für 20 AU$, das sind keine 14 Euro.