13.02.2021 – Tag 53 / 34 des „richtigen/verschärften“ lockdowns – 104. Tag insgesamt

8.354 Neuerkrankungen und 551 Verstorbene; die Inzidenz ist 60,1.

Kalt ist es zurzeit in diesen Tagen in Bad Kreuznach; heute um kurz vor 10 Uhr waren es minus 8 Grad. Die Sonne scheint.

Bei der Ansteckung kommt es auf die Dauer an

schreibt n-tv:

Geringstes Risiko im Theater und beim Friseur

Tatsächlich besteht beim Friseurbesuch mit einem R-Wert von 0,6 das zweitgeringste Ansteckungsrisiko überhaupt. Und dabei gingen die Forscher bereits von einem zweistündigen Aufenthalt im Damensalon aus. Waschen, Schneiden, Föhnen beim Herrenfriseur dürfte also entsprechend noch sicherer sein.

Ein noch geringeres Risiko stellten die Wissenschaftler nur in Museen, Opern und Theatern fest (0,5), wenn sie zu 30 Prozent belegt sind und alle Besucher Maske tragen. Steigt die Belegung auf 40 Prozent, sind die Kulturbetriebe immer noch so sicher wie ein Friseursalon.

Viele fahren lieber Auto oder Fahrrad, weil sie denken, dass der öffentliche Personennahverkehr eine Virenschleuder ist. Das bestätigt die Studie der TU ganz und gar nicht. Eine halbe Stunde in Bus oder Bahn ist mit einem R-Wert von 0,8 kaum riskanter als ein Haarschnitt – solange die Belüftung stimmt und keine Maskenmuffel mitfahren. Im Fernverkehr steigt das Risiko bei 3-Stunden-Fahrten in halb vollen Kabinen auf 1,5.
Wer für den Supermarkteinkauf eine volle Stunde benötigt, kann sich genauso gut einen zweistündigen Film in einem zu 30 Prozent gefülltem Kino ansehen, denn in beiden Einrichtungen ist das Risiko mit R=1 gleich hoch. Wenn man zwei Stunden (!) in einem Laden shoppt, der eine Person pro 10 Quadratmeter zulässt, oder ein Kino besucht, das zu 40 Prozent belegt ist, beträgt der R-Wert auch nur 1,1.

Aufenthaltsdauer ein entscheidender Faktor

Das gleiche Risiko geht man bei einem Restaurantbesuch ein, wenn ein Viertel der Lokalität genutzt werden darf. Weil man sich dort mit geschätzten 1,5 Stunden ziemlich lange aufhält und Masken auf dem Weg zum Klo auch nicht viel helfen, steigt der Wert bei einer 50-prozentigen Belegung gleich auf 2,3.

Ebenso riskant ist es, in einem Schwimmbad zwei Stunden lang seine Bahnen zu ziehen – dabei kann man wie beim Essen keine Maske tragen. Das ist wohl auch so in Fitnessstudios. Aber wenn man die Muckibude nur zu 30 Prozent füllt, ist es mit einem R-Wert von 1,4 gar nicht mal so gefährlich, sich in Corona-Zeiten dort fit zu halten.

Die Aufenthaltsdauer ist ein zentraler Punkt bei der Risikobewertung. Deshalb haben die Wissenschaftler für Büros und Oberschulen die höchsten Risiken berechnet, wo sich Menschen gemäß den Studienvorgaben 6 bis 8 Stunden aufhalten.

In der Schule beträgt der R-Wert bei halbierten Klassen 2,9. Darf ohne Maske gebüffelt werden, steigt das Risiko sogar auf 5,8. Und kommt ein Bundesland auf die Idee, in Oberschulen den Unterricht in voller Besetzung ohne Masken zu gestatten, könnten sich die Schüler bei einem Wert von 11,5 auch gleich zur Begrüßung ins Gesicht husten.

In Mehrpersonenbüros sieht es ähnlich aus. Bei 20-prozentiger Belegung und Maskenpflicht ist das Risiko mit einem R-Wert von 1,6 noch relativ gering. Ohne Masken in halbvollen Räumen beträgt der Wert aber 8,0. Das bedeutet: Die Praxis, Masken nur zu tragen, wenn man den Schreibtisch verlässt, ist kompletter Unsinn.

Corona

Die Zahl der seit Auftreten des ersten nachgewiesenen Falles mit dem Coronavirus infizierter Personen im Landkreis Bad Kreuznach ist seit dem letzten Update (12.02.2021, 14.00 Uhr) um 5 gestiegen und liegt bei insgesamt 4048.
21 dieser Personen befinden sich in stationärer Behandlung.
Insgesamt sind bisher 111 mit dem Coronavirus infizierte Personen aus dem Landkreis Bad Kreuznach verstorben.
Aktuell stehen 299 Personen in der Betreuung der Corona-Stabsstelle. Innerhalb der letzten 7 Tage wurden folgende Fallzahlen für Bad Kreuznach gemeldet: 33.
Die Wocheninzidenz liegt innerhalb des Landkreises nach dem Rechenmodell des Landes bei 48,0.

Die Corona-Ampel springt dadurch erstmals seit dem 26.10.2020 auf die Gefahrenstufe „Orange“.